Hepberg
Blick auf Hepberg
Freizeitgelände

Ausgrabungen

Archäologische Ausgrabungen bei dem romanischen St. Oswaldkirchlein

Nördlicher Teil der Grabungsfläche. Rechts die St. Oswald Kapelle

Nachdem schon 1986 in der St. Oswald Kapelle Untersuchungen zur Baugeschichte stattfanden, wurde auf Anregung der Gemeinde Hepberg auch westlich der Kirche Ausgrabungen durchgeführt. Das Interesse galt der Frage wann die Siedlungstätigkeit im Umfeld der Kirche begann. Insbesondere sollte in Erfahrung gebracht werden, ob sich vielleicht Reste eines ehemaligen Adelssitzes erhalten hätten. Es stellte sich heraus, dass die älteste Besiedlung an diesem Platz in der Zeit um 1100 n. Chr. begann. Die ersten nachweislichen Häuser wurden aus Holz gebaut, wobei die Pfosten des Tragegerüstes im Fels verankert wurden. Die Löcher hierfür wurden eigens in den gewachsenen Jurastein eingeschlagen. Im späten Mittelalter (15. Jh.) wurden die Häuser in Steintechnik gebaut wovon einige Fundamente Zeugnis gaben. Interessant wurde die Aufdeckung eines damaligen Gewölbekellers, dessen Fußboden aus Steinplatten bestand. Daneben fand sich eine gemauerte, mit Ton ummantelte Zisterne. Auf der Höhe des Jura war es den Bauern im Mittelalter noch nicht möglich, Grundwasser durch das Graben eines Brunnens zu erreichen. Die Zisterne dürfte im 12. Jh. errichtet worden sein.

Zahlreich waren die Funde von zerbrochenen Töpfen aus Keramik sowie Knochen als Speisereste. Sie deuten eindrucksvoll darauf hin, dass der Platz vor der Kirche über viele Jahrhunderte besiedelt war.

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Blick über die Grabungsfläche


Grabungsplan

 

Zisterne

Holzgebäude

Keller

Miniaturgefäß

St. Oswald Kapelle (R. Hager, 1994)

St. Oswald Kapelle m. Regenbogen