Hepberg
Blick auf Hepberg
Freizeitgelände

Schloss

Hepberger Schloss

Das Hepberger Schloss wurde 1728 von dem damaligen Hofmarksherrn Johann Joachim Joseph Kastalus Freiherr von Liechtenau errichtet. Die Baulichkeiten waren mit aller Bequemlichkeit, guten Kellern und gewölbten Stallungen versehen. Die Bayerische Akademie der Wissenschaften richtete 1771 im Schloss Hepberg, das bis 1774 umgebaut und erweitert wurde, eine kurfürstlich privilegierte "Real-Landschule" ein, die zeitweilig bis zu 250 arme und verwahrloste Zöglinge aus dem Kurfürstentum Bayern aufnahm.

Die Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren hatten täglich nur eine Stunde Unterricht und mußten zehn Stunden in Haus- und Landwirtschaft arbeiten. Viele starben an Krankheit und Unterernährung, ein Teil lief aus der Schule fort. 1778 wurde die Anstalt geschlossen.

Dennoch kann sich Hepberg rühmen, im Realschulinstitut die erste Klöppelschule Deutschlands besessen zu haben, die 1777 sogar mehrere Preise erhielt. Erhalten geblieben sind die denkmalgeschützten Schulgebäude, eine Dreiflügelanlage mit Innenhof und einem anstoßenden, rechteckig angelegten stattlichen Gutshof. Der langgestreckte zweigeschossige Hauptbau mit hohem Walmdach gilt als ehemaliges Hofmarkschloss.

Große Verdienste um den Erhalt der Gebäulichkeiten haben sich in den letzten 50 Jahren die Besitzer Alois und Maria Kristen erworben. Durch den Erwerb des Ostflügels konnte der gesamte Trakt wieder in einen Besitz übergehen. Bis zur Übergabe an ihre Tochter Hannelore Puppele vor ein paar Jahren wurde das Schloss als landwirtschaftliches Anwesen betrieben. 

Von 1993 bis zum Jahr 2013 fand in diesem historischen Gebäude alljährlich die Hepberger Stallweihnacht statt.

Seit dem Jahr 2016 finden durch die Fa. SGI Ingolstadt Schlosscareé Hepberg GmbH Umbaumaßnahmen zur Wiedernutzung und Nutzungserweiterung des Schlosses zu Wohnzwecken statt.