Hepberg
Blick auf Hepberg
Freizeitgelände

Stoabeißer

Hepberger Stoabeißer im Rathauseingang

Angesichts der vielen Steine und der harten Arbeit in den zahlreichen Steinbrüchen, die im vergangenen Jahrhundert in Hepberg entstanden waren, nannte man die Hepberger "Die Stoabeißer". Nach Fertigstellung der ehemaligen Ingolstädter Festungsanlagen und nachdem der Ziegel im Baugewerbe immer mehr an Bedeutung gewann, wurden die Hepberger Steinbrüche geschlossen und später wieder zugefüllt. Geblieben sind aus dieser Zeit die noch sichtbaren Felswände im Freizeitgelände.

Zur Pflege dieser historischen Vergangenheit und zur Erhaltung des alten Spitznamens war es für Bürgermeister Albert Beer ein besonderes Anliegen, den "Stoabeißer" bildlich darzustellen und ihn im Eingang des Neubaues am Rathaus einen würdigen Platz zu geben. Zusammen mit dem Eichstätter Künstler und Bildhauer Raphael Graf suchte man nach einer Form, das Kunstwerk verständlich darzustellen.

Pate für die Plastik stand neben dem Stoabeißer auch ein alter Grenzstein, der einst zwischen Wettstetten und Hepberg für das Hochstift Eichstätt und das Herzogtum Bayern gesetzt wurde. Für diese einstigen Besitztümer stehen die beiden Wappenhälften in dem neu geschaffenen Grenzstein aus Juramarmor, der Bischofsstab für das einstige Hochstift Eichstätt und das Rautenwappen für das Herzogtum Bayern. Mit seinen massiven Zähnen zerbeißt der "Stoabeißer" diese Säule und symbolisiert damit, so drückt es der Künstler selbst aus, dass Grenzen immer häufiger fallen und die Menschen der einzelnen Staaten immer mehr zusammenwachsen. Oben auf der Säule hat der Rabe aus dem Hepberger Gemeindewappen Platz genommen und beäugt das Geschehen.